«Bei einer Magendrehung zählt jede Minute»


Quelle: Artikel erschienen in der Zeitschrift HUNDE der SKG, Ausgabe 7/2021

Körpergrösse, Charakter, Futter(menge): Auslöser für eine Magendrehung gibt es mehrere, die zum Teil auch kontrovers diskutiert werden. Sicher aber ist: Eine Magendrehung ist immer ein Notfall. «Ich rate Hundebesitzern, beim geringsten Verdacht einen Tierarzt aufzusuchen», sagt Katja Adamik, Leiterin der Notfall- und Intensivmedizin der Kleintierklinik Bern.

Nachtrag durch die Tieräztin Allana Kasperczyk (dog-community-Mitglied)

“Magendrehungen kommen familiär gehäuft vor. Wir wissen heute dass bei der Dogge und auch beim Irischen Wolfshund (meiner Beobachtung nach mindestens auch bei den Schäferhunden) nachweislich genetische Komponenten vorherrschen. Das wurde gar nicht erwähnt, ist aber die wichtigste Ursache. Zuchtlinien, in denen Magendrehungen gehäuft vorkommen sollten überprüft und genetisch aufgearbeitet werden.

Dann fehlt mir der Hinweis, dass eigentlich jeder Tierarzt, der sich mit Hunden auskennt die Chancen eines Hundes mit einer Magendrehung deutlich verbessern kann: Wenn die nächste Klinik weit weg ist, dann zunächst einen normalen Tierarzt ansteuern, der kann den Magen entgasen und Infusionen (am mit besten 2! Venenkathetern) legen die Magendrehung muss nicht sofort operiert werden, sie muss sofort behoben werden. Wird der Magen entgast, dreht er sich automatisch in die richtige Lage zurück, er kann danach nochmal aufgasen (da Fehlgärungen eine große Rolle spielen), aber es ist Lebenszeit gewonnen und der Patient ist stabilisiert bis er in der Klinik ist.”

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