Robert Mehl Online – Angst und Aggression aus neurobiologischer Sicht

Datum/Zeit
Date(s) - 11/12/2020
18:30 - 20:00

Veranstaltungsort
Online Webinar

Kategorien


Wir bieten speziell für die dog-community nochmal fünf extra-Plätze an. Wir freuen uns über Euer Interesse!

Achtung: Die Plätze werden nach Zahlungseingang vergeben! De schnäller isch de g´schwinder!

Angst- und Aggressionsverhalten

aus neurobiologischer Sicht

Folgender Text beschreibt die Inhalte eines Tagesseminars, welche aufgrund der kürzeren Dauer bei der Online-Variante abweichen:

Angst oder Wut – Angriff oder Flucht? Auf den ersten Blick erscheinen beide Reaktionen als zwei Seiten derselben Medaille, als Antworten des Stress-Hormon-Systems. Ist es wirklich so einfach?

Sowohl Aggressionsverhalten als auch angstbedingtes Verhalten kann beim Hund vielfältige Ursachen haben. Wer etwas daran ändern möchte, muss zunächst genau wissen, warum gerade dieser Hund in einer bestimmten Situation mit gerade diesem Verhalten reagiert. Sonst trainiert man am Problem vorbei oder trägt im schlimmsten Fall dazu bei, dass sich die Probleme noch vergrössern.

In diesem Seminar betreiben wir Ursachenforschung. Dazu werfen wir zuerst einen Blick auf die neurobiologischen Grundlagen von Angst und Wut sowie die dadurch ausgelösten Verhaltensweisen.

Wir erforschen dann die Persönlichkeit und problematische Persönlichkeitsstile von Hunden und diskutieren, wie diese sich auf das problematische Verhalten auswirken.

Dabei verlassen wir die bekannten Gefilde biologischer Definitionen von Verhaltensstörungen und gehen gedanklich neue Wege in Anlehnung an die Humanpsychologie. Wir sprechen über Angststörungen und übersteigertes Aggressionsverhalten, in der Abgrenzung dazu über Traumafolgestörungen, Persönlichkeitsstörungen, Störungen des Sozialverhaltens im Rahmen von ADHS, Sucht- und Zwangsverhalten.

Dabei wird das komplexe Zusammenspiel von Neuroanatomie, Hirnfunktionen, Hirnstoffwechsel und Verhalten deutlich. Einflüsse von Umwelt, Lernen und Psychopharmaka auf den Hund werden diskutiert, sodass die Teilnehmenden am Ende des Seminars auf den erarbeiteten Grundlagen erste eigene Ideen für Therapieansätze entwickeln können.

Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter, die sich für die neurobiologischen Ursachen und Zusammenhänge von Angst und Wut, Angststörungen und übersteigertem Aggressionsverhalten interessieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmenden können in diesem Rahmen nicht besprochen werden. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichen Ausbildungsinstitut, Fachtierarzt oder Hundetrainer.

Dieses Seminar ist ein reines Theorieseminar (ohne Hund). Der Referent gibt nach dem Seminar elektronisch ein Handout ab.

Details

Freitag, 11. Dezember 2020
Live-Online-Seminar
18.30 bis ca. 20.00 Uhr
anschliessend 30 Minuten Fragerunde
Teilnahme: CHF 45.–

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt!

Warteliste
Sollte eines unserer Seminare ausgebucht sein, steht beim Anmeldeformular der Vermerk «Warteliste». Da es immer mal vorkommt, dass kurzfristig der eine oder andere Platz frei wird, können Sie sich durch das Abschicken des Formulars unverbindlich in die Warteliste eintragen lassen.

Weitere Infos und Anmeldung: Live-Online-Seminar mit Robert Mehl (herrchen.ch)

Infos über Robert Mehl

Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er ist Dozent und Teamleiter des Bereichs Hundepsychotherapie bei dogument und Dozent bei D.O.G. People. Zudem ist er als Referent sowie Coach und Systemischer Berater tätig.

Er studierte in Magdeburg, Tucson (Arizona, USA) und Hamburg und war anschliessend Mitarbeiter an der Universität Magdeburg im Fachbereich Klinische Psychologie mit dem Forschungsschwerpunkt «Neurobiologische Grundlagen von Aggression», Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln und leitete Seminare zum Thema Diagnostik und Forschungsmethoden (EEG).

Mit therapeutischen Zusatzausbildungen als «Systemischer Berater und Familientherapeut» (DGSF) und für den «Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie» (dogument) arbeitete er als Psychologe und Systemischer Therapeut mit seiner von «dogument» zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt mit jungen Straftätern.

Als Leiter des Kriminologischen Dienstes des Landes Sachsen-Anhalt arbeitete er u.a. an der Entwicklung von VBA-Lösungen zur computergestützten, standardisierten Diagnostik und leitete kriminologische Forschungsprojekte.

Anschliessend arbeitete er in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie mit den Schwerpunkten Diagnostik, Familienberatung und Systemische Therapie.

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