Schutzdienst Junghundaufbau – Teil 1

Beim Junghundaufbau ist es sehr wichtig, dass keine Hektik entsteht !

Man muß dem Junghund vermitteln, was man von ihm möchte, ohne etwas voraus zu setzen, das heißt, ich muß ihm zeigen, was ich von ihm möchte.

Man kann zuhause schon damit anfangen den Welpen mittels eines Handtuches über den Spieltrieb zu animieren und im Beutetrieb sprich einbeißen in das Handtuch enden zu lassen, aber Vorsicht nicht zu sehr belasten wegen den Zähnen.

Auf dem Hundeplatz lassen wir unseren Welpen außerhalb getrennt durch einen Zaun erst einmal zusehen. Das kann schon im Alter von 4-5 Monaten geschehen.

Zeigt uns unser Welpe eine positive Reaktion: sprich er bellt, läuft hin und her oder springt am Zaun hoch, packen wir ihn in seine gewohnte Umgebung sprich Auto, um das Gesehene zu verarbeiten.

Im Alter von ca. 9 Monaten – nach der Zahnung – fangen wir dann mit dem Helfer treiben im Schutzdienst an, das heißt Hund und Hundeführer kommen auf den Platz, der Hund ist an einer 2-3 Meter langen Leine im Brustgeschirr angeleint, der Helfer hat sich zuvor hinter einem Versteck das auf dem Platz steht versteckt, so daß ihn der Hund nicht sehen kann.

Der Helfer tritt aus dem Versteck, Abstand zum Hund ca. 5 Meter und macht eine Drohgebärde, zeigt der Hund dann eine positive Reaktion durch bellen oder überbauen der Fläche (er steht stramm in der Leine) begibt sich der Helfer fluchtartig zurück ins Versteck. Der Hund hat gewonnen, da er den Helfer vertrieben hat. Der Hund sollte immer gewinnen.

Der zweite Schritt : Der Helfer nimmt eine im Versteck platzierte Juterolle oder ein Beißkissen nicht überdimensioniert und nicht sichtbar für den Hund und wiederholt den ersten Schritt. Zeigt der Hund dann eine positive Reaktion durch bellen, wird er durch die Beute (Juterolle oder Beißkissen) bestätigt. Dies geschieht durch seitliches Vorbeilaufen am Hund, ganz wichtig dem Hund die Beute nicht schenken, er muß sie sich holen.

Den Hund die Beute solange tragen lassen, bis er sie selbstständig ausläßt.

Das hat zur Folge, daß keine Hektik, kein Zwang und kein Druck entsteht.

Der Hund soll den Helfer arbeiten und nicht umgekehrt! Der Junghundaufbau sollte von erfahrenen Helfern ausgeführt werden, jedoch sollte auch ein Junghelfer oder Anfänger mit involviert werden, um zu lernen denn wir haben alle einmal angefangen.

Steffen Braungart-Förster

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