Ström-Buch „Abenteuer im Strömwald – Ein Jin Shin Jyutsu Märchen“

Die meisten Kinder lieben Tiere und wünschen sich nichts sehnlicher als ein Haustier. Was mir vom Grundgedanken her sehr gut gefällt, braucht doch unser Planet ganz dringend Menschen, die der Tierwelt, mit der wir diesen Planeten teilen, Respekt und Mitgefühl entgegenbringen. Unsere Kinder sind unsere Zukunft! Deshalb ist es wichtig, sie so früh wie möglich mit der goldenen Regel vertraut zu machen, die als Grundlage für das soziale Miteinander von maßgeblicher Bedeutung ist. Eine Regel, die jeder von uns kennt: „Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg auch keinem anderen zu!“.
Wenn es um den Umgang miteinander geht, sowohl dem von Menschen mit Menschen als auch dem von Menschen mit Tieren, sind unsere Haustiere erstaunlich gute Lehrer. Sie fördern erwiesenermaßen die Entwicklung sozialer Kompetenz und damit Eigenschaften wie Empathie, Respekt, Anpassungsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Das, was Kinder jetzt lernen, wird ihre Haltung und ihre Ideale in späteren Jahren entscheidend bestimmen. Nur dann, wenn sie mit der richtigen Einstellung lebenden Wesen gegenüber aufwachsen, wird die Erde von ihnen profitieren.

Die kleine Prinzessin Trixi, die Protagonistin des Buches „Abenteuer im Strömwald“, kann Tiere nicht ausstehen. Auch zu ihren Mitmenschen ist sie nicht sonderlich nett, weshalb sich ihr Vater schweren Herzens entschließt, sie in die Obhut seiner Freundin, der Fee Melaleuka zu geben. Diese verbannt Trixi in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in den Strömwald, wo die Wichtelfamilie Kleinschnurf lebt, die sich der Prinzessin liebevoll annimmt und ihr nach und nach so wichtige Werte wie Freundlichkeit, Liebe und Mitgefühl vermittelt. Natürlich empfindet Trixi ihre Bestrafung als himmelhochschreiende Ungerechtigkeit, ist sie sich doch keinerlei Schuld bewusst. Und so verwundert es nicht, dass sie sich anfangs mit Händen und Füßen gegen das ungewohnte Leben im Wald sträubt. Nicht zuletzt deshalb, weil es zu ihren neuen Aufgaben gehört, die Wichtelfrau dabei zu unterstützen, kranke oder verletzte Waldtiere und sogar einen echten Drachen gesund zu strömen.

Strömen (Jin Shin Jyutsu), ist eine uralte Heilkunst und so einfach in der Anwendung, dass selbst kleine Kinder dies selbstständig durchführen können. Geströmt wird, indem die Hände auf bestimmte Körperstellen gelegt werden und auch dadurch, dass die Finger gehalten werden. Beides stellt den natürlichen Energiefluss des Körpers wieder her und führt zu Gesundheit, Wohlbefinden und guter Laune.

Mit dem vorliegenden Buch erhalten Kinder und interessierte Erwachsene eine leicht verständliche, in eine phantastische Erzählung eingebettete Einführung in die Kunst des Jin Shin Jyutsu. Sie lernen, ihre eigene Energie zu harmonisieren, um dem Leben mutig, glücklich, selbstbewusst und angstfrei zu begegnen, aber auch kleinere Wehwehchen bei ihren Tieren zu behandeln und ihnen so noch ein Stück näherzukommen.

Details zum Buch:
Das Buch hat 175 Seiten, ist durchgehend farbig illustriert (die Bilder sind alle von der Autorin), kostet € 19,95 + Porto und Verpackung (€ 2,– innerhalb Deutschlands, € 4,– für Österreich und die Schweiz) und kann bestellt werden unter info@tinavonderbrüggen.de

Leseprobe
Kapitel 22
Das goldene Krönchen  – oder wie eine Prinzessin voreilige Schlüsse zieht.

An diesem Abend fand Trixi keinen Schlaf. So sehr sie sich auch bemühte – zuerst auf der linken Seite, ihrer absoluten Lieblingseinschlafseite, dann auf der rechten und danach sogar in Bauchlage, was sie aber so unbequem fand, dass sie sich sofort wieder zurückwälzte – der Schlaf wollte nicht kommen. Tausend Gedanken gingen ihr durch den Kopf. Sie hatte die kleine Wichtelfrau sehr gern und würde ihr zu gerne helfen. Aber der Gedanke daran, sich einem Drachen nähern und ihn dann auch noch berühren zu müssen, war unerträglich. Schon bei dem bloßen Gedanken daran stellten sich ihr alle Nackenhärchen einzeln auf. Beide Arme hinter dem Kopf verschränkt starrte sie hinauf zur Decke, als wenn dort die Lösung ihres Problems stünde. Doch statt der erhofften Buchstaben konnte sie nur dunkle Astlöcher in noch dunkleren Balken sehen. Ein Rascheln ließ sie aufhorchen. Tapp, tapp, tapp, auf flinken kleinen Beinchen kam eine Maus daher. Durch das Fenster fiel nur wenig Licht in die Kammer, aber Trixi konnte die kleine Fellkugel mit dem langen dünnen Schwänzchen, die sich nun elegant in den Spalt direkt neben der Tür drückte und verschwand, genau erkennen. Sie musste lächeln. Wie sehr sie sich doch in den letzten Wochen verändert hatte. Vor kurzem noch hätte sie beim Anblick einer Maus laut schreiend die Dienerschaft herbeigerufen. Und jetzt? Jetzt lag sie ganz entspannt in ihrem Bett, beobachtete das kleine Wesen und zählte eins und eins zusammen: Die kleinen, schwarzen, länglichen Krümel, die sie schon seit Tagen überall fand, die merkwürdigen Spuren am Obst, das in der Stube aufbewahrt wurde, das Loch in ihrem Plüschpantoffel – das waren Mäuse!

Auch Korbi hatte etwas gehört. Die Nase fest auf die rissigen Holzbohlen gepresst, lief er schnüffelnd auf und ab. Erst als er trotz des aufregenden Geruchs den Eindringling nicht finden konnte, lief er enttäuscht zu ihrem Bett, stellte sich auf die Hinterbeine, legte die Vorderpfoten aufs Kissen und leckte mit Hingabe ihre Hand.

Trixi hatte sich inzwischen sehr an seine Gegenwart gewöhnt. „Komm her, Korbi, mein Kleiner. Was bin ich froh, dass du und diese Ente mir jede Nacht Gesellschaft leistet. Nur schade, dass du nicht reden kannst. Ich habe so viele Fragen an dich. Weißt du, ich überlege die ganze Zeit, warum die Ente eine Krone trägt. Ob sie ein verzauberter Prinz ist? Was meinst du?“

Wie zur Antwort kam ein hohlklingendes Jaulen tief aus Korbis Kehle, dazu wedelte er so fest mit seinem lustigen Ringelschwanz, dass Trixis Pantoffeln, die neben ihrem Bett lagen, quer durch das Zimmer gewirbelt wurden.

„Hey, nun beruhig dich doch! Was ist denn plötzlich los mit dir?“

Wieder erklang sein langgezogenes Jaulen und mit einem Satz sprang er zu ihr aufs Bett. Dort setzte er sich vor sie hin, bellte ein paar Mal, als wolle er ihr unbedingt etwas mitteilen, und schaute sie dann aus unglücklichen Augen an. „Ach, wenn ich bloß wüsste, was du mir sagen möchtest. Ich könnte ja die Kleinschnurfs fragen, aber immer, wenn ich sie frage, ob sie mir sagen können, ob du oder die Ente mir etwas mitzuteilen habt, heißt es nur: Das musst du schon selbst rausfinden! Es ist zum Davonlaufen!“ Sie lachte laut auf: „Guter Witz, nicht wahr, wohin sollte ich laufen in einem Wald, der unter einer Art Käseglocke liegt? Ich werde dir jetzt einmal was verraten, ist ja egal, dass es völlig bescheuert klingt, du wirst mich bestimmt nicht verraten. Ich bin mir ganz sicher, dass diese Ente in Wirklichkeit ein Prinz ist. Insgeheim nenne ich sie deshalb Prinz Ganz.“ Stolz, dass sie in der Lage war, so kühne Schlüsse zu ziehen, hielt sie beide Hände mit den Handflächen nach oben vor sich in die Luft. „Ta-ta-ta-taa! Sie ist ein Prinz, der irgendetwas angestellt hat und darum in dem plumpen Körper einer Ente leben muss. Mag sein, dass ich es mir nur einbilde, aber sieht sie nicht irgendwie adelig aus? Und ihre Art umherzuwatscheln. Majestätisch ist sicher nicht der richtige Ausdruck, aber vornehm ist ein gutes Wort dafür.“ Trixi kletterte aus dem Bett, ging in die Hocke, streckte ihren Po weit nach hinten und stolzierte in der Kammer auf und ab. „Siehst du, so meine ich: immer schön elegant einen Fuß vor den anderen, wobei ihr dicker weißer Bürzel mal nach rechts und mal nach links wippt.“ Übermütig schwang sie ihren Po abwechselnd zur einen und dann zur anderen Seite, was aber kein bisschen elegant aussah, sondern vielmehr an den Gang einer übergewichtigen Kröte erinnerte. „Dabei trägt sie den Kopf mit der Krone stolz nach oben gereckt. Und wann immer sie glaubt, dass ich gerade nicht hinschaue, tuschelt sie mit dem alten Wichtel.“ Sie verdrehte die Augen in gespielter Verzweiflung: „Wenn sie ein Mensch wäre, dann würde ich ihr empfehlen, sich regelmäßig ihre kleinen Finger zu halten.“ Geziert spreizte sie einen kleinen Finger ab, wie vornehme Damen es zu tun pflegen, wenn sie eine Kaffeetasse in der Hand halten. Dabei ahmte sie mit verstellter Stimme Frau Kleinschnurf nach: „Den kleinen Finger kannst du immer dann halten, wenn du meinst, anders sein zu müssen, als du in Wirklichkeit bist. Wenn du nur so tust, als ob du eine Ente wärst, obwohl du in Wirklichkeit ein blaublütiger Prinz bist!“ Als sie sich selbst so dasitzen und die Wichtelfrau imitieren hörte, konnte sie sich vor Lachen nicht mehr halten. Kichernd warf sie sich zurück ins Bett und trommelte vor Übermut mit den Fäusten auf die Bettdecke, was Korbi dazu veranlasste sich mit einem entschlossenen Satz unter ihrem Bett in Sicherheit zu bringen. Nur seine glänzenden Augen sah man in der Dunkelheit leuchten. „Schau, jetzt tut sie so, als wenn sie kein Wässerchen trüben könnte. Es kann doch nicht sein, dass sie bei dem Theater, das wir hier veranstalten, tatsächlich schläft.“

Naturheilpraxis – Martina von der Brüggen (dog-community.ch)

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