Wie Kunai zu uns kam ..

Heute möchte ich euch erzählen, wie Kunai zu uns kam. Für mich ein Wink des Schicksals, der unser Leben veränderte. Im September 2017 hielten wir (mein Mann & ich) auf dem Weg in den Ferien nach Biarritz/F in einer Malinois-Zucht an, um Welpen für einen Freund (Diensthundeführer der Gendarmerie) zu testen. Damals begleiten uns Katana (Cane Corso) und Cannelle (Bluthund). Nach den Welpentests, kam die Züchterin mit Kunai (damals Loki genannt) angelaufen. Ich wurde von ihm sofort geflascht und habe ein paar Fotos gemacht. Es entstand ein FB-Post, so begeistert war ich von diesem Hund. Die Züchterin hatte Kunai von einem Typ abgekauft, der sagte, der Hund sei scheisse. Da aber der Stammbaum super war, wollte sie ihn für die Zucht einsetzen. Wir fuhren anschliessend in den Ferien. In dieser Zeit habe ich die Bilder von Kunai immer wieder angeschaut…

Im November erkrankte Katana (11.5) völlig unerwartet an Lungenkrebs. Zwischen Diagnose und seinem Tod vergingen gerade 4 Tage. Es war für mich sehr schlimm, denn er war eigentlich noch mega fit. Katana war ein schwieriger Hund. Seinetwegen musste ich mich kynologisch weiterbilden. Die letzten Jahre mit ihm waren aber entspannter geworden, da ich gelernt hatte, mit seinen Macken umzugehen. Ich habe ihn einfach geliebt.

Nach seinem Tod kam mir Kunai wieder in den Sinn. Mein Freund in Frankreich klärte ab, ob wir ihn grundsätzlich haben könnten. Die Züchterin war anfänglich nicht begeistert, da er ihr zukünftiger Deckrüde werden sollte. Doch anderseits sah sein Tagesablauf so aus: 12h Zwinger/12h Vari Kennel. Dazwischen 10 Minuten Ballspielen. Sprich, sie hatte für ihn keine Zeit. Sie war schliesslich einverstanden, uns Kunai im Zuchtrecht (1 Deckakt sollte erfolgen) zu verkaufen.

Er war fast 3J alt. Wir haben ihn für zwei Probe-Wochen in den Weihnachtsferien geholt. Ich hatte mit der Züchterin abgemacht, dass ich ihn zurückbringe, falls es in der Wohnung oder mit Cannelle nicht geht. Nach ein paar Tagen war klar, dass er bleiben würde.

Das erste Jahr war nicht einfach, da er offensichtlich nicht nur schöne Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht (mit Futternapf geschlagen, Stromhalsband im Schutzdienst) und einen hohen Jagdtrieb hatte. Vom Vogel bis zum Reh wurde alles gejagt. Er war introvertiert und getraute sich nicht Fehler zu machen. Nach fast 3 Jahren bei uns ist Kunai einen unglaublich tollen Begleiter geworden. Seine Hauptbeschäftigung ist Mantrailing. Er ist 200% fokussiert und sein Wille zu finden ist unglaublich. Talent dafür hat er nicht unbedingt, aber mit harter, konsequenter Arbeit macht er mittlerweile einen tollen Job. Daneben machen wir noch: Canicross, Schutzdienst (IPO), Scent Detection, SUP, Wandern, Kuscheln, und vieles mehr. Ich kann ihn überall mitnehmen. Er hat einen “Off-Schalter”, der in 0.5Sek wieder “On” ist. Sein Jagdtrieb haben wir gut im Griff und er läuft nur noch im Wald an der Leine. Er war mein erster Hund, der nicht als Welpe kam und es war eine völlig neue Erfahrung für mich. Ich liebe ihn mittlerweile über alles. Seit 2 Monate lebt Senshi (14 Mte), Mali-Hündin bei uns. Einmal Mali, immer Mali? Mal sehen 😉

Alis Dobler

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